Heb mol!
Anpacken im Naturpark.
Aus den Überlegungen heraus, wie wir als Naturpark unsere Kindergärten bei ihrer Familienarbeit unterstützen können, formte sich die Idee von erlebnisreichen Mitmachaktionen, bei denen Kinder und Eltern sich gemeinsam bei Naturparkaktivitäten einbringen können. Und wie heißt es im afrikanischen Sprichwort: "Um ein Kind großzuziehen braucht es ein ganzes Dorf". Die ganze Bevölkerung ist eingeladen, sich an den Aktionen zu beteiligen.
2026 fällt der Startschuss für dieses völlig neue Angebot in Form von Tagesaktionen, die für alle Altersstufen geeignet sind und die den Familien gemeinsame Qualitytime bieten sollen.
Der Naturpark liefert das Konzept für passende Aktionen und koordiniert die Angebote und Beiträge aus der Bevölkerung. Ohne Einsatz und Beiträge von Privatleuten wird es keine Veranstaltung geben können.
Wir benötigen für jede "Heb mol"-Aktion:
- Stückle/Orte, an denen es umgesetzt werden kann
- Akteure, die an dem Tag vorort die fachliche Anleitung übernehmen (wir unterstützen dabei gerne mit Infomaterialien und Fachwissen)
- Organisationstalente fürs "Drumrum"
- Teilnehmende jeden Alters, die sich mit ihren Fähigkeiten einbringen
Wir bieten:
- Zeitlich begrenzte und terminierte Aktionen
- Lokale Beiträge zum Natur- und Artenschutz
- Kompetenzvermittlung
- Wissensvermittlung
- Gemeinschaft - für Alleinstehende, Familien, Cliquen und Gruppen, Teams
- Wertschätzung, Motivation, Freude
- Sinnstiftende Auszeit vom Alltag
- Gelegenheit, die eigene Region aktiv mitzugestalten und das gute Gefühl, gemeinsam etwas geleistet zu haben
- Organisation und Koordination der Veranstaltung
- Projektvorlagen zum Nachahmen (non-profit)
Und übrigens: Heb mol! ist im badisch-schwäbischen Dialekt unserer Naturparkregion bei Aktionen und Arbeitseinsätzen aller Art die Aufforderung an unbeteiligt Herumstehende, die Hände aus den Hosentaschen zu nehmen und mit anzupacken. Aus Zuschauern Zupacker zu machen - genau darum geht es bei Heb mol!
Wir sind davon überzeugt, dass es möglich ist, Einzelpersonen, Gruppen, Vereine und Familien gewinnbringend für alle Seiten zusammenzubringen.
Heb mol 2026: Wir bauen eine Wieselburg!
7. März 2026 von 11 bis 16 Uhr
… zum Projekt
Die Schweizer haben festgestellt, dass ihre Mauswieselpopulationen schwinden. Das Wiesel steht nun sogar auf der Roten Liste der gefährdeten Tiere und ist landesweit geschützt. Es wurde ein Projekt „…zur Erhaltung der Biodiversität und zur Reduktion von Wühlmausschäden im Wiesland“ ins Leben gerufen.
Wir haben uns gedacht, dass wir sie vielleicht in ihrem Schutz-Vorhaben unterstützen und gleichzeitig von den kleinen Mäusejägern profitieren können.
… zum Wiesel
Unter Wiesel werden folgende Arten zusammengefasst:
Hermelin:
bis zu 40 cm lang
Schwanz mit schwarzer Spitze
Mauswiesel:
etwas kleiner als Hermelin
kurzer Schwanz – ohne schwarze Spitze
Kleine Tiere – große Mäusejäger
Wiesel benötigen Ast- und Steinhaufen oder Natursteinmauern als feindsichere Unterschlüpfe und Aufzuchtstätten sowie Deckung bietende Strukturen in der Landschaft. Sie sind spezialisiert auf die Jagd auf Wühlmausarten wie Schermaus, Feldmaus, Erdmaus und Rötelmaus.
Sie sind nacht- und tagaktiv und führen ein sehr verborgenes Leben. Selbst in Regionen mit gesundem Wieselbestand werden sie nur sehr selten gesichtet.
Und was haben wir davon?
Wer schon einmal ein Wiesel beim Umhertollen auf einer Streuobstwiese beobachten durfte, kann bestätigen, welche faszinierenden Lebewesen diese kleinen Mäusejäger sind. Eine echte Bereicherung der Tierwelt des Naturparks.
Wiesel können die Mäusepopulation auf unseren Streuobstflächen ins natürliche Gleichgewicht bringen. Das ist einer der nachhaltigen Vorteile für unsere Region - das Wiesel als Nützling. Darüber hinaus profitieren auch zahlreiche andere Tier- und Pflanzenarten von Maßnahmen, die das Wiesel unterstützen. Das Wiesel als Leitart für Artenvielfalt.
Start ca. 11 Uhr, kann örtlich abweichen
- WieselWelt Stromberg: Was macht den Naturpark zum geeigneten Wiesellebensraum?
- Einführung: Was braucht es für eine perfekte Wieselburg?
- Heb mol! Gemeinsamer Bau der Wieselburg
Dauer 3 – 5 Stunden, je nach Ort/ Teilnehmer/ Witterung
Gerne mit Snacks und geselligen Pausen.
Sie haben ein passendes Stückle?
Für den Bau einer Wieselburg benötigen wir ein Stück Land auf dem die Wieselburg gerne stehen bleiben darf.
- geeignet sind z.B. Wiesen / Streuobstwiesen, Waldrandlage, Weinbergbrachen, Feld
- die eigentliche „Burg“ benötigt eine Fläche von etwa 10 m² (2x5 m)
- mind. 50 m entfernt von stark genutzten Wegen und Straßen
- außerhalb der Hochwasser-Gefahrenzone
Wir wollen spezielle Asthaufen bauen, die in den kommenden 6 Jahren nicht von Pflanzen überwuchert werden sollen. Es wäre schön, wenn sie bei Bedarf freigeschnitten werden. Damit Wiesel den Asthaufen gerne annehmen, sollte er idealerweise mindestens 1 m hoch und 2 m breit sein, und eine Länge von 3–5 m aufweisen.
Sie haben passendes Schnittgut?
Astmaterial von unterschiedlicher Dicke, gerne frisch geschlagenes Material, da es langsamer zusammenfällt und so bis zum 07.03.26 nicht extra zwischengelagert werden muss.
- rd.10 Stück, ca. 1 m lange Ast- oder Stammstücke mit 15–20 cm Durchmesser
- feineres, längeres Astmaterial
- eventuell auch Wurzelstöcke
- trockenes Laub, Stroh, Schilf oder ähnliches Material für die Aufzuchtkammer
- Kies/ Sand oder sehr feines Astmaterial als Schutz vor Bodennässe (30x30 cm).
Sie würden die Aktion gerne vorort anleiten?
- Sie wollten schon immer mal mit dem Naturpark zusammenarbeiten oder sind bereits Naturparkinsider?
oder
- Sie führen bereits Gruppenveranstaltungen durch?
oder
- Sie sind bereits aktiver Naturschützer und arbeiten gerne mit Menschen zusammen?
Und
- Sie haben am 07.03.2026 Zeit und investieren gerne vorab etwas Zeit in Absprache und Koordination?
Sie wollen teilnehmen?
Ob als Familie, Gruppe oder Clique, Einzelperson, Team oder Schulklasse: Sie sind herzlich willkommen!
Wir verbringen gemeinsam eine aktive Zeit, in der wir unsere Region mitgestalten. Reichen Sie uns die Hand …
… um die Bruthöhlen aus starken Ästen aufzusetzen,
… um Asthaufen aufzuschichten - "heb' mol",
… um zu versorgen und anzufeuern,
… um vor Ort etwas Sinnhaftes zu erschaffen,
… um was voranzubringen,
… um teilzuhaben am großen Ganzen,
… oder vielleicht nur, um einen schönen Tag im Naturpark zu verbringen und am Ende zu applaudieren.
Dann melden Sie sich bei:
Anja Bauer, Tel. 016097025481 oder Email a.bauer@naturpark-stromberg-heuchelberg.de
- Flyer
- Plakat für den Aushang
- Wieselfördermaßnahmen (mit Bauanleitung Wieselburg, Informationen rund um das Wiesel und seinen Lebensraum)
Zum Heft über Wieselfördermassnahmen im Landwirtschaftsgebiet: Die Schweizer Stiftung WIN Wieselnetz wurde mittlerweile aufgehoben und deren Programm von der "Nationalen Koordinationsstelle Kleinsäuger und Wieselnetz" von info fauna übernommen. Info fauna ist das Nationale Daten- und Informationszentrum der Schweizer Fauna. Die dortige Ansprechpartnerin ist Fr. Boschi, Email: cristina.boschi@infofauna.ch.
Wir sind dankbar für die zur Verfügung gestellten Bilder und Unterlagen.
Sowohl Bilder als auch Informationsmaterial unterliegen Bild-/Eigentumsrechten. Wir bitten um Beachtung. Sie dürfen nur in Verbindung mit Nonprofit-Aktionen genutzt werden. Ferner wünschen die Urheber eine entsprechende Information über die Verwendung und Namensnennung.