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Naturpark Stromberg-Heuchelberg startet Fledermausstudie

Bildautor: Anja Hörig / Institut für Tierökologie und Naturbildung GmbH

Ab Mitte Mai, sobald die erforderlichen arten-, tierschutz-, naturschutz- und forstrechtlichen Genehmigungen vorliegen, beginnt in ausgewählten Waldflächen innerhalb des Naturparks Stromberg-Heuchelberg eine Untersuchung zum Vorkommen der Bechsteinfledermaus, einer seltenen Fledermausart mit hoher Bindung an Wälder. Dieses Kooperationsprojekt von Naturpark, Landesforstverwaltung und ForstBW will durch die Suche nach Wochenstubenvorkommen dieser Fledermausart zu ihrem Schutz beitragen.

In den Wochenstuben finden sich Weibchen zusammen, um ihre Jungen großzuziehen. Diese werden ausschließlich mit Muttermilch ernährt. Die Kolonie nutzt über den Sommer verteilt eine Vielzahl an Baumhöhlen, bevorzugt Spechthöhlen. Die Nahrungsgebiete der Bechsteinfledermaus sind räumlich eng mit den Quartierstandorten im Wald verknüpft, können aber auch im gehölzreichen Offenland liegen, z.B. in Streuobstwiesen. Als Nahrung werden ausschließlich Insekten und Spinnen aufgenommen.

Wenn die Wochenstubenvorkommen bekannt sind, können im Naturpark gemeinsam von Waldbesitzern, Förstern und Fledermausfachleuten Schutzmaßnahmen für die Art entwickelt werden.

Einzelne Bechsteinfledermäuse werden dazu von Experten mit Spezialnetzen gefangen und mit einem Minisender ausgestattet. Über die Verfolgung der Sendersignale können die Fledermauskundler die Baumquartiere finden. Die Netze werden die gesamte Nacht über von erfahrenen Fledermausexperten überwacht, so dass gefangene Tiere unmittelbar befreit werden können. Die Suche nach den Quartieren erfolgt tagsüber mit speziellen Funkempfängern und Antennen. Die Untersuchungen finden von Mitte Mai bis Ende August 2026 statt.

Mit der Durchführung der Studie wurde vom Naturpark das Institut für Tierökologie und Naturbildung aus dem Landkreis Gießen, Hessen, beauftragt. Die Fänge und Zählungen finden die gesamte Nacht bzw. am Abend statt, die Quartiersuchen tagsüber. Waldbesucher sollten sich also in den kommenden Wochen nicht wundern über KFZ mit Gießener Kennzeichen oder Fledermausexperten, die mit Lampen und Telemetriegeräten in den Wäldern des Naturparks unterwegs sind.

Dieses Projekt wurde unter dem Dach der Waldstrategie Baden-Württemberg konzipiert und umgesetzt und durch das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg unterstützt. Die Förderung wird aus Landesmitteln finanziert, die der Landtag von Baden-Württemberg beschlossen hat und dient den Zielen der baden-württembergischen Waldnaturschutzkonzeption.

 

Weitere Informationen zur Fledermausausstellung finden Sie unter diesel LINK

 

 

 

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