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Störchin landet

Eigentlich sind Weißstörche Zugvögel und im Winter abwesend. Dennoch ist im Naturparkzentrum nun ganzjährig einen Vertreter dieser Vogelart sehen und die Ausstellung ist um eine Attraktion reicher: Kurz vor Weihnachten landete dort ein anschauliches, lebensechtes Storchenpräparat. Nachdem die Weißstörche seit über einem Jahrzehnt im Horst neben dem Zentrum brüten, lag es nahe, dass Adebar auch in der Dauerausstellung präsent ist. Für diesen Zweck hat uns nach Erledigung umfangreicher Formalitäten der Stuttgarter Tierpräparator Joseph Kälberer einen Storch aus den Beständen des Staatlichen Museums für Naturkunde Stuttgart (SMNS) in einer ansprechenden Pose präpariert. Wie ein richtiger Weißstorch im Horst verfolgt er von seinem erhöhten Standplatz mit startbereit ausgebreiteten Flügeln und nach unten gerichtetem Blick aufmerksam das Treiben im Zentrum.

Bei dem Vogel handelt es sich um eine Störchin, die im März 2012 bei einem Kampf im Storchendorf Böhringen am Bodensee zu Tode kam und über die Vogelwarte in den Museumsbestand gelangte. Derartige Todesfälle kommen selten, aber doch immer wieder vor – auch wenn die meisten Tierarten (im Gegensatz zu unserer Spezies) bei innerartlichen Auseinandersetzungen immer wohldosiert stufenweise eskalieren und Gesten und Rituale der Beschwichtigung und des Rückzuges praktizieren, was Todesfälle weitgehend vermeidet. Und das aus gutem Grund, denn wer stirbt, trägt nicht mehr zum Erhalt der eigenen Art bei.

Das neue Präparat bereichert die Ausstellung sowie die Öffentlichkeits- und Umweltbildungsarbeit unseres Zentrums, indem es hautnah einen Eindruck von der Größe, Flügelspannweite, Befiederung und Färbung eines Weißstorches vermittelt. Joseph Kälberer hat den Vogel für uns hervorragend lebensnah präpariert und in Szene gesetzt. Ihm und allen, die dieses Projekt unterstützt und ermöglicht haben, gilt ausdrücklicher Dank!

(Dr. Stefan Bosch) 

 

Weitere Informationen zu unserer Ausstellung finden Sie hier

 

 

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