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Tourismusworkshop zur Fortschreibung des Naturparkplans

Zusammenarbeit intensivieren, Bekanntheit erhöhen, Gastronomie einbinden

Zum ersten von insgesamt sieben Workshops im Rahmen der Fortschreibung des Naturparkplans trafen sich am 2. März rund 25 Touristiker aus der Naturparkregion um Zielfelder zu finden, die Rahmen- und Orientierungslinien für die zukünftige und wünschenswerte Entwicklung im Naturpark in den kommenden fünf bis 10 Jahren darstellen sollen. In seiner Begrüßung forderte Naturparkvorsitzender Andreas Felchle explizit dazu auf, sich beim Workshop bewusst keine Denkverbote aufzuerlegen sondern auch „undenkbare“ Vorschläge einzubringen. Beteiligt waren nicht nur Vertreter der Mitgliedsgemeinden, der Tourismusverbände und der touristischen Leistungsträger aus der Region. Auch Inklusionsbeauftragte oder die Familienherberge Lebensweg aus Schützingen ergänzten die Runde. Dies verdeutlicht ein wichtiges Ziel des Naturparkplans: Naturerlebnis und Erholungsangebote sollen sich an alle Bewohner und Besucher der Region richten, unabhängig von persönlichen Einschränkungen. Zum Auftakt waren die Workshopteilnehmer aufgefordert zu beschreiben, was für sie persönlich das Herzstück des Naturparks darstellt. Meistgenannt waren die naturnahe, kleinteilige Kulturlandschaft mit ihrer Beschaulichkeit und den vier „Ws“ – Wälder, Wein, (Obst)Wiesen und Wasser. Auch das Naturparkzentrum mit seinen Ausstellungen mochten viele Workshopteilnehmer nicht mehr missen. Und schließlich wurde auch das gute Miteinander der Akteure in der Region genannt. Dieses Miteinander betonten auch die Geschäftsführerinnen der hiesigen Tourismusverbände, Christina Lennhof für den Kraichgau-Stromberg-Tourismus und Tanja Seegelke für das Heilbronner Land, in ihren Impulsvorträgen. Beide sahen hier gute Ansätze, aber auch noch Potenzial. In drei Arbeitsgruppen zu den Themen „Besondere Naturerlebnisse“, „Wandern“ und „Radfahren“ sollten Ziele und Leitprojekte erarbeitet werden, um die Potenziale weiter ausschöpfen zu können. Moderiert durch Josef Bühler und Gerda Peuling vom Büro neulandplus brachten die Teilnehmer viele Anregungen und Impulse ein. Waren dies im Themenfeld „besondere Naturerlebnisse“ die barrierefreie Inszenierung der Aussichtspunkte der Region nach einem einheitlichen Konzept, das Angebot von Microadventures und Trekkingplätzen als naturnahe Übernachtungsmöglichkeit in den Stromberg-Wäldern oder die Konzeption profilgebender Events, standen bei den Themen „Wandern“ und „Radfahren“ insbesondere die Ausarbeitung von Angeboten für verschiedene Zielgruppen im Vordergrund, vom Mountainbiker bis zum Genussradler mit E-Bike. In allen drei Arbeitsgruppen wurde die Bedeutung der Rahmeninfrastruktur (Gastronomie, öffentlicher Nahverkehr) betont, und gerade bei diesen Handlungsfeldern ist auch die Bedeutung der regionalen Zusammenarbeit, ggf. über Kreisgrenzen hinweg, offensichtlich.

Naturparkleiter Dietmar Gretter freute sich über die vielen guten Vorschläge für die künftige Naturparkarbeit im Handlungsfeld Erholung und dankte den Workshopteilnehmern für ihre engagierte Mitarbeit im Workshop: „Der Naturpark lebt von seinem engmaschigen Netzwerk an Akteuren aus den Themenbereichen Tourismus, Naturschutz und Landnutzung. Nur gemeinsam mit unseren Mitgliedsgemeinden und diesen Akteuren kann eine echte nachhaltige Entwicklung der Naturparkregion gelingen“.

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