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Schutzacker für die Artenvielfalt / Getreideernte wie in früheren Zeiten

Grannenweizen

Überall in der Region wird zurzeit das Getreide geerntet, so auch in der WildkräuterWelt beim Naturparkzentrum Stromberg-Heuchelberg. Fünf NaturparkführerInnen und zwei Mitarbeiterinnen des Naturparks trafen sich am Montagabend, den 27. Juli 2020 zur Ernte des kleinen Schutzackers, der mit alten Getreidesorten wie Emmer, Schwarzem Emmer, Dickkopfweizen und Grannenweizen sowie mit bunten Ackerwildkräutern bestückt war. Mit Sensen und Sicheln wurde das Korn gemäht und zu Garben gebündelt. Diese wurden dann zum Dreschen mit den Ähren in die Mitte auf einer Zeltstoffplane ausgelegt. Mit historischen Dreschflegeln schlugen die Erntehelfer die Getreidekörner aus den Ähren heraus und machten dabei die Erfahrung, dass es zu mehreren nur funktioniert, wenn richtig im Takt geschlagen wird und sich die Dreschflegel nicht ins Gehege kommen. Daher rührt wohl auch der alte Spruch: Wer nicht dreschen kann, kann auch nicht tanzen. Man bekommt große Achtung vor den früheren Generationen, die ihr ganzes Korn auf diese Art und Weise gedroschen haben. Auch ein paar schaulustige Kinder und Naturparkgeschäftsführer Dietmar Gretter versuchten sich erfolgreich beim Dreschen. Die letzten Getreidekörner wurden durch das Laufen mit Schuhen auf den Ähren und per Hand herausgelöst. Nach dem Dreschen wurde das Korn aufgeworfen und so von Staub und Spreu gereinigt. Die geernteten Körner, sowie einige zusätzliche Urkornsorten wie Einkorn und die Urform vom Dinkel, werden im Herbst wieder auf dem kleinen Acker ausgebracht. So wird im kommenden Jahr, pünktlich zur Eröffnung der WildkräuterWelt, wieder ein kleiner Schutzacker mit verschiedenen Getreidesorten und Ackerwildkräutern zu sehen sein.

Nach getaner Arbeit saßen alle noch in einer gemütlichen Runde auf der Terrasse des Naturparkzentrums zusammen und ließen sich den leckeren Hefezopf von Naturparkführerin Ilse Schopper schmecken.

Großer Dank gebührt an dieser Stelle dem Ehepaar Schopper, das federführend und in Zusammenarbeit mit anderen NaturparkführerInnen die WildkräuterWelt pflegt: Unzählige Stunden haben alle schon mit Gießen und Unkrauthacken in der WildkräuterWelt verbracht. Die für das Frühjahr 2020 geplante Eröffnung der WildkräuterWelt wurde wegen der Corona-Pandemie auf das kommende Jahr verschoben.

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