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Naturparke präsentieren sich auf der Grünen Woche in Berlin

Die baden-württembergischen Naturparke sind erstmals mit dabei, wenn es darum geht, Baden-Württemberg auf der weltgrößten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau, der „Grünen Woche“, in Berlin zu präsentieren. Schließlich erstrecken sich die sieben Naturparke auf mehr als einem Drittel der Landesfläche. Unter dem Motto „Mehr Natur. Mehr erleben. Naturparke.“ informieren die Naturparke noch bis zum 27. Januar über Freizeitangebote und Sehenswürdigkeiten in den baden-württembergischen Vorzeigelandschaften. „Wir haben in den Naturparken tolle Landschaften, wir haben dazu auch eine große kulturelle und kulinarische Vielfalt – alles was man im weitesten Sinne unter dem Begriff Heimat zusammenfassen kann –, das alles kann man am neuen Stand der Naturparke in Berlin entdecken“, so der Geschäftsführer des Naturparks Stromberg-Heuchelberg, Dietmar Gretter. Die Standbetreuung am ersten Messewochenende hatten der Naturpark Stromberg-Heuchelberg und der Naturpark Schönbuch inne, der Naturpark Südschwarzwald übernimmt diese Aufgabe bis Messeende. Die Naturparke haben sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe im Land entwickelt, wenn es darum geht, die vielfältigen Aufgaben einer nachhaltigen Regionalentwicklung unter einen Hut zu bringen. Vom Naturschutz über Land- und Forstwirtschaft, Tourismus, Regionalvermarktung bis hin zur Umweltbildung bieten die Naturparke einzigartige Netzwerke, schaffen Bewusstsein und sorgen für Wissenstransfer in die Bevölkerung und die verschiedenen politischen Ebenen. Mit Naturparkmärkten, Naturparkwirten, dem Brunch auf dem Bauernhof und ähnlichen Projekten sind sie wichtige Akteure im Rahmen der Regionalkampagne Natürlich. Von daheim.  des Ministeriums für Ländlichen Raum.

Auf großes Interesse stoßen in Berlin bislang insbesondere die leckeren Wildschweinwürste aus dem Schönbuch und die Insektenhotels zum Selbstbau im Rahmen des Projektes „Blühende Naturparke“. Die Versucherle und Aktionsangebote locken zahlreiche Messebesucher an den Naturparkestand, die sich über die Aktivitäten und Projekte der Naturparke bzw. des Landes etwa in der Wildbretvermarktung oder in der Stärkung der biologischen Vielfalt informieren.

Auch Minister Peter Hauk legte während seines Messerundgangs mit Vertretern des Landtags Hand an bei der Fertigung von Insektenwohnungen. Für königlichen Glanz und Frauenpower am Akkuschrauber sorgten die Deutsche Weinkönigin Carolin Klöckner aus Gündelbach und die Württembergische Weinkönigin Julia Böcklen aus Kleingartach – der Stromberg-Heuchelberg ist derzeit in der Weinszene fraglos höchst kompetent und charmant präsent. Aus vorgefertigten Esche-Holzklötzen konnten sich die Messebesucher eine eigene Nisthilfe für Insekten bauen. Im Rahmen der „Blühenden Naturparke“ standen diese „Air Bee ´n´ Bee´s“ sinnbildlich für das Projektziel, dem Insektenschwund ein Ende zu setzen. Viele große und kleine Besucher bohrten begeistert Löcher bis die Bohrer glühten.  

Auch die Wildschweinwürste fanden bei vielen Feinschmeckern großen Anklang. So war das Argument der reinen Bio-Qualität des naturnahen Wildbrets und der artgerechten Tierhaltung für einige der Anlass, sich das eine oder andere Päckchen der schmackhaften „Wilden Würste“ mit nach Hause zu nehmen.
Bei einer gemeinsamen Podiumsdiskussion mit Minister Peter Hauk MdL, wies Dietmar Gretter, Geschäftsführer des Naturparks Stromberg-Heuchelberg, auf die Wichtigkeit und die besonderen Merkmale der Naturparkarbeit hin und lud die aufmerksamen Zuhörer einmal mehr ein, den Grünen Süden zu besuchen. 

Eines der Highlights des Messeauftritts: der Empfang von Minister Hauk in der Landesvertretung Baden-Württembergs in Berlin mit 450 Gästen. Für die kulinarischen Spezialitäten beim Empfang zeichnete Naturparkwirt Georg Barta aus Diefenbach verantwortlich. Die stellvertretende Vorsitzende des Naturparks Stromberg-Heuchelberg, Bürgermeisterin Sarina Pfründer, und Naturparkgeschäftsführer Dietmar Gretter konnten zahlreiche Gäste am Präsentationstisch der Region begrüßen. Sie wurden unterstützt durch Bürgermeister Armin Ebhart aus Kürnbach. Im Mittelpunkt der Präsentation stand die gebürtige Kürnbacherin Friederica Louisa Löffler, die vor mehr als 250 Jahren am herzoglich-württembergischen Hof als Landschaftsköchin und Kochbuchautorin tätig war. Ihre umfassenden und erstmals auch für das Volk verständlichen Kochbücher wurden auf der ganzen Welt verbreitet. Damit war die „Löfflerin“ quasi die erste Genussbotschafterin des Landes.

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