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Forum Blühender Naturpark lockt zahlreiche Interessierte ins Naturparkzentrum

Mehr als 70 Vertreter von Kommunen und Verbänden, Naturparkführer und Privatpersonen folgten der Einladung des Naturparks Stromberg-Heuchelberg zum 2. Forum „Blühender Naturpark“ ins Naturparkzentrum nach Zaberfeld. Das Forum bildet den Auftakt ins zweite Jahr des Artenschutzprojektes, mit dem der Naturpark gemeinsam mit den weiteren sechs Naturparken einen Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität im Land leisten möchte.

Über die Anlage von Blühflächen mit regionalem, mehrjährigem Saatgut in den Naturparkgemeinden will der Naturpark eine wichtige Lebensgrundlage für Bienen, Hummeln und Co. schaffen. Aber nicht nur für Insekten, auch für den Menschen gewinnen die Flächen an Attraktivität. In diesem Kontext ist es besonders erfreulich, dass sich im vergangenen Jahr vier Grundschulen und Kindergärten an der Einsaat der Flächen beteiligt haben.

Prall gefüllt mit Praxiserfahrungen die engagierten und motivierenden Fachvorträge der Fachreferenten.

Auf einen 17jährigen Erfahrungsschatz bei der ökologischen Aufwertung kommunaler Grünflächen konnte Georg Krause, Umweltbeauftragter der Stadt Donzdorf, zurückgreifen. Beeindruckend seine vielfältigen Beispiele naturnaher Staudenflächen und Blühwiesen im Gemeindegebiet, die Lust auf Nachahmung machten. Krause betonte insbesondere wie wichtig es sein, sowohl die kommunalen Mitarbeiter als auch die Bevölkerung von Beginn an mitzunehmen und offensiv über die Maßnahmen zu informieren. Dr. Philipp Unterweger aus Tübingen erläuterte in seinem Vortrag sein Leitmotiv „Rasen in Frage stellen“. Sei es in Freibädern, auf Liegewiesen oder Sportplätzen oft unumgänglich, Grünflächen als Rasen zu bearbeiten, könnten viele „langweilige“ Flächen durch einen unterschiedlichen Strauß von Maßnahmen ökologisch aufgewertet werden. Dies müsse gar nicht immer die Einsaat von Flächen sein. Bereits im ersten Jahr nach Umstellung des Mähregimes von Rasen auf ein- oder zweischürige Wiese sei eine deutliche Zunahme der Insekten- und Artenzahl auf Grünflächen festzustellen. Vieles sei zugunsten der Insekten bereits erreicht, wenn zwei Maßnahmen beachtet würden, so Unterweger: „Rasenmähen einstellen und Mulchen verboten“.

Der Naturpark bietet nun in 2019 abermals Praxisseminare für die Bauhöfe interessierter Gemeinden an, sowohl zur Bodenvorbereitung und Einsaat neuer Flächen als auch zur Pflege von Flächen aus der Herbsteinsaat des Vorjahres. Für Privatpersonen findet am 24. Juni in Freudental ein weiterer Workshop statt. 

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