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Christian-Heinrich-Zeller-Schule erhält Zertifikat als Naturparkschule

Moderne Heimatkunde in Kooperation zwischen Naturpark und Bildungseinrichtung

Als erste Schule im Naturpark Stromberg-Heuchelberg erhielt die Christian-Heinrich-Zeller-Schule in Kleingartach von Naturparkleiter Dietmar Gretter die Urkunde als Naturparkschule überreicht. Vorangegangen waren mehr als ein Jahr intensiver Kooperation zwischen Schule und Naturpark bei Lehrerfortbildungen, bei der Ausarbeitung von thematischen Unterrichtsmodulen  zu den Themen Wald, Wiese, Weinberg, Wasser, Naturpark und Bauernhof, beim Besuch außerschulischer Lernorte wie dem Naturparkzentrum oder auch den Wäldern und Wiesen im Umfeld der Schule. Umrahmt wurde die kleine Feierstunde von einem Liedvortrag der Grundschüler, die den Umweltsong „Karl der Käfer“ aufführten. In Naturparkschulen, bei denen das Lernen vor Ort einen hohen Stellenwert hat, wird der kleine Waldbewohner eben doch gefragt, das heißt in seinem Lebensraum besucht. Schulleiter Friedrich Wilhelm Frey zeigte sich hoch erfreut über die Auszeichnung als Naturparkschule: „Wenn in unserer Schule der Lehrer seiner Klasse zuruft <Raus jetzt!>, so ist das nicht länger ein Zeichen pädagogischen Scheiterns sondern der erwartungsfrohe Aufruf, die Natur und Heimat im Schulumfeld vor Ort kennenzulernen“. Schon vor Fridays for Future“ habe die Schule die Chancen erkannt, die die Kooperation der Schule mit ihrem sonderpädagogischen Bedarf und dem Naturpark und seinen Partnern in der Bildung für nachhaltige Entwicklung biete, quasi „Everyday for Nature“. Die Schule betrachte das Zertifikat als Naturparkschule zugleich als Auszeichnung und Verpflichtung. Naturparkgeschäftsführer Dietmar Gretter sah in der Zusammenarbeit mit der Schule nur Gewinner: Der Naturpark erreiche in der Zusammenarbeit mit den Schulen die Schülerinnen und Schüler, deren Eltern, dazu die Lehrerinnen und Lehrer als Multiplikatoren für seine Themenfelder. Die Schulen könnten auf das enge Netzwerk des Naturparks zugreifen und zugleich vom umweltpädagogischen KnowHow der Naturparkführer und des Naturparkteams profitieren und ihr Profil schärfen. Und den Kindern als den wichtigsten Akteuren könne eine moderne Heimatkunde geboten werden, die helfe, die Natur und Umwelt vor der Haustür, aber auch die eigenen Talente, etwa beim Umgang mit Tieren, kennenzulernen. Das alles angepasst an die Bildungspläne, die zahlreiche Anknüpfungspunkte an die Arbeit der Naturparke bieten. Der Naturparkleiter dankte bei der Überreichung der auf fünf Jahre verliehenen Zertifikatsurkunde auch im Namen des Verbands Deutscher Naturparke allen Beteiligten für das große Engagement in der seitherigen Kooperation.

Und im Anschluss an den offiziellen Teil der Feierstunde konnten die Schülerinnen und Schüler gleich ihre Naturpark-Entdeckerwesten zum Einsatz bringen. Beim symbolischen Spatenstich für den geplanten neuen Schulgarten gab es für die Nachwuchsforscher in Becherlupen jede Menge Bodenlebenwesen zu bestaunen, fachkundig erläutert von den Naturparkführern Michael Wennes und Angelika Hering. Gartenarbeit macht hungrig, und so kam die Stärkung gerade recht, die die Mädchen der „Hexenküche“ an der neuen Naturparkschule bereits liebevoll vorbereitet hatten.

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