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Wildkatzenwelt Stromberg

Entdecke das Phantom des Strombergs!

 

Am 16. Mai 2016 wurde am Naturparkzentrum in Zaberfeld mit einem großen Aktionstag die Wildkatzenwelt Stromberg eröffnet. Kein Gehege mit lebenden Wildkatzen, sondern eine umweltpädagogische Spiel- und Erlebnisanlage im Außenbereich sowie ein attraktives Ausstellungsmodul in der Dauerausstellung des Naturparkzentrums. 

Flyer zur Wildkatzenwelt Stromberg

Als Umweltbildungseinrichtung und außerschulischer Lernort, als informatives Ausflugsziel für Naturliebhaber, als attraktiver Ort zur Feier von Kindergeburtstagen, vermittelt die Wildkatzenwelt Stromberg auf spielerische Art und Weise Informationen zur Ökologie, zum Körperbau, zu den Sinnesleistungen und zur Lebensweise der Wildkatze. Es ist das Ziel, über die Lebensweise der Wildkatze zu informieren, Begeisterung für die seltene heimische Wildtierart zu wecken und damit einen Beitrag zum Artenschutz der Wildkatze zu leisten. Die Wildkatze hat im Stromberg einen ihrer Verbreitungsschwerpunkte in Baden-Württemberg. Dennoch bekommt sie kaum einmal jemand zu Gesicht. In der Wildkatzenwelt Stromberg heißt das Motto deshalb: Entdecke das Phantom des Strombergs.

 

Wildkatzenausstellung im Naturparkzentrum

Jede Menge Katzenwissen

Milla & Partner aus Stuttgart zeichnen verantwortlich für die Erweiterung der Dauerausstellung im Naturparkzentrum zum Thema Wildkatze. Als das Naturparkzentrum 2009 eröffnet wurde, galten die kleinen Strombergtiger im Naturpark noch als ausgestorben.

Attraktiv gestaltet vermittelt die Ausstellung jede Menge Wildkatzenwissen für große und kleine Katzenforscher und Wildkatzenfans jeden Alters. Wo kommt die Wildkatze vor? Wovon ernährt sie sich? Wie unterscheidet sie sich von der Hauskatze? Wie unterscheiden sich Wildkatze und Wolf in Körperbau und Jagdweise? Was macht die Katze zur perfekten Mäusejägerin? Sieht und hört die Katze besser als der Mensch?

Wildkatzen sind extrem scheu, gut getarnt und meist nachtaktiv. Mehr als einzelne Spuren und Indizien sind meist nicht zu finden. Eine Herausforderung, diese Tiere in einem Gebiet nachzuweisen. Unverzichtbare Hilfsmittel sind Lockstock und Wildkamera. Erst die moderne Genetik schuf eine sichere, gut anwendbare Nachweismethode für Wildkatzen im Lockstockverfahren. Ein Kurzfilm zeigt die erstaunliche Wirkung eines mit Baldrian besprühten Lockstockes auf die Wildkatze. Und eine Baldrian-Duftprobe lässt die Frage offen, wie man diesen Duft als Lockstoff empfinden kann. Riechen Sie selbst ...

Tiere - ob Elefant oder Maus - sind in der Vorstellung vieler Kinder 10 bis  20 Zoll groß, sie passen genau auf einen Computerbildschirm. Dieser mediengeprägten Wahrnehmung wirkt die Ausstellung entgegen: Präparate von Wildkatzen und Wolf, in der Vitrine oder im natürlichen Umfeld, bieten Anschauung aus erster Hand und Vergleichsmöglichkeiten. Wie unterscheidet sich die Wildkatze von der Hauskatze anhand von Fellmerkmalen? Wie wirkt sich die unterschiedliche Jagdweise von Wolf und Wildkatze auf den Körperbau aus (Bildungsplan Biologie)? Was macht die Wildkatze zur perfekten Schleichjägerin?

Am phyletischen Museum in Jena wurde auch das Skelett eines bei Knittlingen überfahrenen Kuders für die Ausstellung präpariert. Im Zusammenspiel mit einer kurzen Filmsequenz, die die Animation eines springenden Katzenskelettes zeigt, werden die Anpassungen der Wildkatze an ihre Lebensweise anschaulich präsentiert.

Noch Alfred Brehm sagte der Wildkatze nach, ein gefährliches Raubtier zu sein, man unterstellte ihr gar, Hirschkälber zu reißen. Tatsächlich ist der Speiseplan der Wildkatze eher eintönig. Mäuse machen den weitaus überwiegenden Teil aus. Die Ausstellung zeigt, wie viele Mäuse eine Wildkatze am Tag erlegen muss. Versteckte Mäusefiguren bieten ein Suchspiel für die kleinen Ausstellungsbesucher. 

Die Natur hält so manche Überraschungen bereit. Durch eine Umstellung seiner Ernährung brachte es der bei Knittlingen im November 2015 überfahrene Kuder, der in der Ausstellung als Präparat gezeigt wird,  auf ein rekordverdächtiges Gewicht von 8,5 kg. Wovon er sich wohl ernährt haben mag?

Die Sinne der Katze sind perfekt auf ihre Aufgabe als Jägerin ausgelegt. Erfolgreiche Jäger brauchen hervorragende Sinnesorgane. Sie sind spezialisiert auf ihre Beutetiere und deren Lebensweise. 

Hauptsinne der Katze sind Sehsinn und Gehör. Die Augen sind an die nächtliche Lebensweise und die Jagd bei Dämmerung angepasst. Bei geringem Licht sind die Katzen dem menschlichen Auge um ein Mehrfaches überlegen. Die Ausstellung erläutert die Unterschiede in den Seh- und Hörleistungen von Wildkatze und Mensch. Eine Bildserie stellt gegenüber, wie Mensch und Wildkatze die Welt wahrnehmen. Ein Sinusgenerator lädt ein zum Ohrencheck: Ob die Besucher wohl so gut hören wie die Wildkatzen? Schon der Vergleich in der Familie zwischen der Hörleistung der Kinder und derjenigen der Erwachsenen ist spannend.

Was macht den Stromberg als Wildkatzenlebensraum so wertvoll? Was ist eine Schirmart? Wie gestaltet sich das Leben der Wildkatze im Jahresablauf? Wozu brauchen Wildkatzen Wanderwege?  Milla & Partner gestalteten mit einer großflächigen Wandgrafik und einem Wildkatzenunterholz eine gleichermaßen attraktive und informative Szenerie zur Ökologie der Wildkatze im Stromberg. Bei der Gestaltung des "Unterholzes" konnten auch die Azubis des Forstreviers Stromberg Hand anlegen und ihr Portfolio in der forstlichen Öffentlichkeitsarbeit um nicht ganz alltägliche Erfahrungen bereichern.

Wie halten wir's mit unseren Großraubtieren? Die Ausstellung beleuchtet den Wandel in der Beziehung zwischen Mensch und Wildkatze im Laufe der Geschichte: Bei den Germanen als Zugtier der Göttin Freya verehrt, im chistlichen Mittelalter als Hexenbeiwerk verfolgt, von den Jägern lange als Jagdkonkurrent gehasst, heute Star in den Social Media mit Kultcharakter. Trotz der gesellschaftlichen Wertschätzung, die die Wildkatze heute erfährt, ist sie dennoch vielfältigen Bedrohungen in unserer und durch unsere Freizeitgesellschaft ausgesetzt, die den Wald ganz selbstverständlich als Kulisse für ihre Aktivitäten nutzt. Die Gefährdungsursachen aufzuzeigen und darzustellen, was jeder einzelne zum Schutz und zur Erhaltung der Wildkatze beitragen kann, ist eines der maßgeblichen Ziele der Ausstellung. Sehen wir die Großraubtiere immer noch als Bösewichter oder betrachten wir sie als Mitgeschöpfe, denen wir mit Respekt und Rücksichtnahme begegnen?

Wildkatzenrevier

Wildkatzenerlebnis- und -spielanlage im Außenbereich

Das Stuttgarter Planungsbüro Kukuk hat für den Außenbereich eine  naturnahe Anlage konzipiert, die ein Wildkatzenrevier mit seinen unterschiedlichen Bestandteilen nachbildet. Was muss eine junge Wildkatze alles lernen, bevor sie sich ihr eigenes Revier sucht? Diese Frage bildet die Grundidee der Spiel- und Erlebnisanlage. Im Vordergrund steht dabei unmittelbares Erfahren statt Belehrung und auf Infotafeln gebanntes Lehrbuchwissen. Das Thema Wildkatze und die Struktur der Erlebnisanlage bieten den Kindern  eine Vielzahl von Ansatzpunkten für Rollenspiele. Und auch für Gruppenerlebnis wird Raum geboten, ob mächtige Eichenstämme für Sitzkreise oder Hügel, Hecken und Höhlen als Verstecke.

Im Bereich "Pirschen und Verstecken" geht es darum, Feinde zu vermeiden. Ob im Fuchsbau Meister Reineke lauert? Schwingende Seile laden zum Klettern ein und simulieren die Bewegung im hohen, dünnen Geäst der Baumkronen wenn es darum geht, außerhalb der Reichweite des Fuchses zu bleiben. 

"Rückzug und Heim"
Baumhöhlen und Totholz sind wichtige Bestandteile des Wildkatzenlebensraums. Hier finden die jungen Wildkatzen Verstecke und geschützte Plätze zum Spielen und Erlernen der Katzenfertigkeiten. Ein nachgebildeter, mächtiger hohler Baumstamm bildet das optische Kernelement der Erlebnisanlage und ermuntert zum Klettern und Verstecken. Öffnungen im hohlen Baumstamm ermöglichen das Beobachten der Umgebung.

"Lauern, jagen, fangen"
Ausgezeichnete Sinne, hohe Beweglichkeit, Sprungkraft und natürlich ihre spitzen Krallen und Zähne machen aus der Wildkatze eine geniale Jägerin. Hier kommt Bewegung ins Spiel. Und kleine Haselmäuse verstecken sich besser im aus Weiden nachgebildeten Nest wenn die Wildkatze im Revier unterwegs ist.

Sensibilisierung für das Thema und spielerische Wissensvermittlung - das Wildkatzenrevier bildet für die Kinder einen spannenden Lernraum zum Thema Wildkatze. Eine Führung durch einen Naturparkführer kann diesen Aspekt noch weiter in den Vordergrund rücken.

Daneben wurde durch die Kukuk GmbH aber zugleich entsprechend der Philosophie des Büros ein einmaliger Spiel-, Bewegungs-, Erfahrungs-, Natur- und Kunstraum geschaffen. Das Thema Wildkatze geriet dabei nie aus dem Blick.

Oberholzer und Lässer, die Schweizer Pioniere bei der Planung naturnaher Spielanlagen fordern: Sie (die Anlage) soll den Kindern ermöglichen, Freizeit in vielfältiger Natur zu verbringen, wo sie ihren Bewegungsdrang uneingeschränkt ausleben können: rennen, klettern, springen, rutschen… So lernen sie auch, die Bewegungen zu koordinieren und erwerben motorische Fähigkeiten, die sich positiv auf die kognitive Entwicklung auswirken. Wo sie die Jahreszeiten, das Wetter und deren Auswirkungen auf die Natur unmittelbar erleben und mit Leib und Seele erfahren. Wo sie oft in Gruppen spielen und lernen, einander zu respektieren. Wo die Natur auch Spielmaterial liefert, das die Fantasie der Kinder anregt und fördert. Wo sie Pflanzen kennen lernen, Tiere beobachten und so spielerisch eine Beziehung zur Natur aufbauen können. 

Das Wildkatzenrevier bietet eine Vielzahl von Spielangeboten. Für junge Katzen ist das Spielen extrem wichtig, um die Fangtechniken bei der Jagd auf Mäuse zu erlernen und einzuüben. Die Erfahrung der ersten Wochen seit der Eröffnung hat gezeigt, dass das Thema Wildkatze den Kindern für Rollenspiele sehr entgegenkommt. "Du bist der Fuchs ...", "Du bist das Junge ...", "Wir verstecken uns in der Höhle": Die Wildkatze ist einerseits faszinierend und unbekannt, andererseits durch ihre domestizierte Verwandtschaft den Kindern doch auch vertraut. Rollenspiele helfen den Kindern, soziale Kompetenzen zu entwickeln: für das Vereinbaren des Spielthemas, das Einhalten verabredeter Regeln. Einen Entwicklungsschritt weiter folgen Regelspiele. Eine Herausforderung für die Großen: Wer schafft es, das Wildkatzenrevier zu durchstreifen, ohne mit dem Fuß den Boden zu berühren?
Eine im Naturparkzentrum erhältliche Spielanleitung macht aus den eingegrabenen Balancierpalisaden ein großes Spielfeld, etwa für Kindergeburtstage. Wer bei seinem Zug auf eine Palisade mit eingeschnitzter Katzenpfote kommt, zieht eine Karte mit einem Ereignis aus dem Leben der Wildkatze und darf je nach der Bedeutung des Ereignisses weiter vorrücken, muss eine Runde aussetzen usw., (nicht nur) den Kleinen bieten die Katzenpfoten ein Suchspiel in der Anlage.

Noch wichtiger als Spielanleitungen: Das Haselmausnest aus Weiden, der mächtige hohle Baumstamm mit Öffnungen, die das Beobachten der Umgebung ermöglichen, ein Fuchsbau, Weidenhecken, Hügel und Haselsträucher erlauben es, sich zu verstecken und unbeobachtete Rückzugsräume aufzusuchen - freies Spielen im eigenen Rhythmus und Tempo.

Gruppen wie Schulklassen oder auch Kindergeburtstage finden Gelegenheit, die starken, als Sitzgelegenheiten gestalteten Eichenstämme etwa für Sitzkreise zu nutzen, sei es für Pausen oder zum Austausch über das neu erworbene Wildkatzenwissen..

Klettern, springen, anschleichen, pirschen, verstecken ..., das Leben der Wildkatze bietet vielerlei Bewegungsanlässe. Es fiel insoweit leicht, Bewegungsmöglichkeiten im Wildkatzenvervier der Wildkatzenwelt anzubieten. Kletterseile und Balken, eine Sprungrampe, Balancierpalisaden oder der hohle Baumstamm laden ein, die Bewegungen der Wildkatzen im Spiel nachzuahmen und nachzuempfinden. Als Anregung können die großformatigen Banner mit Wildkatzenmotiven im Außenbereich des Naturparkzentrums dienen.

Auch wenn viele Spielplätze etwas einseitig auf Bewegungsspiele ausgerichtet sind, kann man deren Bedeutung nicht hoch genug einschätzen. Bewegung ist mit der  sozialen und emotionalen Entwicklung der Kinder eng verbunden. Prof. Dr. Una Röhr-Sendlmeier, Psychologin sowie Erziehungswissenschaftlerin, schreibt: "Spiel, Bewegung und Kognition gehören zusammen. Lebhafte Spiele und körperlich herausfordernde Aktivitäten sind essentiell für die kindliche Entwicklung. Sie betreffen das Kind in seiner Gesamtheit: seine mentalen und sozialen Fähigkeiten." Die 1,5 m hohe Sprungrampe etwa stellt die Kinder vor eine beachtliche Herausforderung. Der Satz in die mit Hackschnitzeln gefüllte Sprunggrube erfordert Mut. Umso schöner, wenn die Herausforderung gemeistert ist. Nur wenn Kinder schwierige Situationen bewältigen müssen, entwickeln sie Strategien im Umgang mit solchen Situationen.
Und Toben macht Kindern einfach auch Spaß.

Die von KuKuk gestalteten Erfahrungsräume wollen die kindliche Neugier befriedigen und Erwachsene zum Staunen bringen. Ob Farbe, Form, Licht oder Material entdeckt werden, jeder Sinneseindruck kann hier bewusst wahrgenommen werden. Bereits die Haptik des geschliffenen Robinienholzes lädt zum Fühlen und Betasten ein. Diese Sinnesreize bilden einen unmittelbaren Gegensatz zur allgegenwärtigen Reizüberflutung urbaner Gesellschaften, insbesondere durch die digitalen Medien.

"Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele" (P. Picasso)
Spielanlagen brauchen nicht zwingend eine künstlerische Gestaltung um einen Spielwert aufweisen zu können. Skulpturale Formen, Schnitzereien, die Gestaltung der Spieleinbauten unter Beachtung ästhetischer Grundsätze machen aber aus der Spielanlage selbst ein Objekt der Land-Art, das Farbe und Form, Harmonie und Disharmonie erfahrbar und körperlich erlebbar macht. Umso schöner, wenn die gestalterischen Elemente wie geschnitzte Katzenspuren oder ein verstecktes Katzengesicht noch dazu Thema und Inhalt der Anlage aufnehmen.

Die Wildkatzenwelt Stromberg wurde, „angelehnt“ an das Naturparkzentrum, inmitten reicher Natur errichtet. Dagegen ist der Alltag der Kinder vielfach von einem  künstlichen, urbanen Umfeld geprägt. Trotz des (Über-)Angebots an Freizeitmöglichkeiten für musische und sportliche Aktivitäten sind Gelegenheiten zu freiem, unbeaufsichtigtem Spiel mit anderen Kindern eher Mangelware. Bewegungsmangel, Naturentfremdung und Verhaltensauffälligkeiten sind oft das Resultat. In der Wildkatzenwelt liegt der Fokus auf der Wahrnehmung natürlicher Phänomene: Von der jahreszeitlichen Witterung bis zur Tier- und Pflanzenwelt der angrenzenden Wiesen und Hecken oder den in der Anlage gepflanzten Sträuchern und Weidenbauten. Diese bieten ihrerseits wieder Lebensraum für Vögel, Schmetterlinge, Raupen und sonstige Tiere. Neue Beobachtungen und Wahrnehmungen schärfen die Sinne, regen die Phantasie an und bauen Berührungsängste mit der Natur ab.

Für Kinder ist das Buschwerk zugleich Dschungel, Sichtschutz und Schatten, lädt zu „geheimen“ Besprechungen ein und verleiht der der Anlage zusammen mit den knorrigen alten Stämmen Eigenart und besonderen Zauber.

Sonstige Angebote zur Wildkatze am Naturparkzentrum

Wildkatzenkiste, Wildkatzenfilm & Co.

 

Im Naturparkzentrum Zaberfeld können ErzieherInnen, LehrerInnen und freiberufliches Bildungspersonal eine Biodiversitätskiste zum Thema Wildkatze ausleihen.  Sie ist vom BUND für den Einsatz im Freien, vor allem im Wald, konzipiert.

In der Kiste finden Sie alles, was Sie für Ihre Wildkatzenexkursion in den Wald benötigen: Anleitungen, Materialien, Packlisten und Tipps. Nähere Infos unter:http://www.bund.net/index.php?id=6638 . Unsere besondere Empfehlung: die zertifizierten Naturparkführer bieten auch geführte Touren zur Wildkatze durch die Wildkatzenwelt am Naturparkzentrum oder bei Ihnen vor Ort auf Basis der Wildkatzenkiste an (Infos zu Gruppenführungen).

Einen umfassenden Flyer zur Wildkatze mit Poster gibt es kostenfrei im Naturparkzentrum. Wilma, die Wildkatze erzählt kindgerecht viel Interessantes über ihr Aussehen, ihren Lebensraum, ihren Speiseplan und Schutzmöglichkeiten für die scheuen Waldbewohner. 

In der Dauerausstellung des Naturparkzentrums wird auch ein unterhaltsamer und informativer Film über Wildkatzen gezeigt, der die Wildkatzen übers Jahr begleitet. An einer Infostehle des BUND kann man sich näher über Wildkatzen und Biotopvernetzung informieren.

Und wer die scheuen Wildkatzen einmal live erleben möchte, dem sei ein Besuch im Wildparadies Tripsdrill empfohlen, wo seit 2012 Wildkatzen im Gehege präsentiert werden.

 

Beobachtungen melden

Fellmerkmale der Wildkatze

Um bessere Aussagen über das Vorkommen der Wildkatze im Naturpark treffen zu können, bittet die Naturparkgeschäftsstelle die Bevölkerung, entsprechende Beobachtungen im Naturparkgebiet an das Naturparkzentrum Zaberfeld zu melden.

Meldebogen als pdf-Datei zum Download mit Steckbrief zur Unterscheidung Wildkatze - Hauskatze

Starke Wildkatzen-Kennzeichen dieser Katze sind die ockergraue Färbung des verwaschen getigerten Fells, die klar abgegrenzten Ringe des buschigen, stumpf endenden Schwanzes, der an der Schwanzwurzel endende Aalstrich auf dem Rücken sowie die vier dunklen Linien im Nacken.

Die Unterscheidung von Hauskatze und Wildkatze anhand der Fellmerkmale gibt keine abschließende Sicherheit. Ein deutliches Kennzeichen der Hauskatzen sind verbundene Ringe des Schwanzes sowie der fehlende Aalstrich. Für Hauskatze sprechen die  scharf angegrenzte Tigerung sowie die eher blau-graue Färbung des Fells.

Die Wildkatzenwelt Stromberg wird gefördert nach der Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz zur Gewährung von Zuwendungen für Naturparke in Baden-Württemberg (VwV NPBW) aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg, der Lotterie Glücksspirale und der Europäischen Union (ELER).

Weitere Infos zu den Zielen der Europäischen Union zur Entwicklung des Ländlichen Raums 2014 - 2020

ec.europa.eu

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