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Naturerlebnis

Lernen Sie die Flora und Fauna unserer Region kennen!

Streuobsterlebnis Sulzfeld

Ein Ausflugsziel für die ganze Familie bereichert seit Herbst 2014 die Sulzfelder Flur im Gewann „Rieth“. Zusammen mit dem Naturpark Stromberg-Heuchelberg hat die Gemeinde Sulzfeld einen Streuobsterlebnispfad errichtet.

Flyer zum Streuobsterlebnis Sulzfeld als Pdf-Datei.

Der Streuobsterlebnispfad befindet sich im Gewann Rieth, direkt an der

Straße nach Ochsenburg (Ochsenburger Straße, beim Feuerwehrhaus).
An zwölf Stationen wird das Thema Streuobst entlang eines etwa 2 km langen Rundweges erlebbar gemacht: Die Streuobstwiese zum Riechen, Fühlen, Sehen und Hören. Ganz nach dem Motto "man schützt nur was man kennt".

Eine riesige Apfelskulptur empfängt den Besucher am Beginn des Pfades. Wer hineinklettert fühlt sich fast wie eine Raupe. Guckrohre, Hörtrichter und Vogelstimmenstationen, Heckenfenster und Relaxliegen, Früchtememory und die Schmetterlingseilbahn warten auf wissbegierige Besucher. Dabei ist die Zielgruppe weit gefächert. Neben Wandertouristen werden vor allem Familien mit Kindern, Schulklassen und Kindergärten, aber auch die vielen Besitzer von Obstwiesen im Naturpark angesprochen. Der umweltpädagogische Aspekt steht bei dem Projekt im Vordergrund. Der Pfad hebt sich von einem reinen Schilderlehrpfad ab. Das Wissen rund um das Kulturgut Streuobst wird spielerisch vermittelt. Für den Naturpark Stromberg-Heuchelberg ist das "Streuobsterlebnis" in Sulzfeld ein echtes Leuchtturmprojekt und soll weit über die Grenzen des Naturparks hinausstrahlen. Der Naturpark will mit dem Streuobsterlebnis ein Bewusstsein für die hohe ökologische und landschaftliche Bedeutung der Streuobstwiesen schaffen und so einen Beitrag zum Erhalt dieses Kulturguts in der Region leisten.  Die Streuobstinitiative des Landkreises Karlsruhe beteiligte sich finanziell und ideell an einer Station, an der alte Apfel- und Birnensorten präsentiert werden. Ebenfalls engagiert, um das Thema Streuobstwiesen wieder mehr in den Blickpunkt zu rücken, ist die Erdgas Südwest GmbH. Sie ist Pate für die Station „Kraichgaupanorama“. Auf einer Anhöhe kann dort der Besucher weit über die Kraichgaulandschaft blicken und erfährt allerhand über die Region.
Das Projekt wurde in Planung und Umsetzung mit rd. 60.000 € gefördert nach der Naturparkförderrichtlinie aus Mitteln des Landes, der Glücksspirale und der europäischen Union.


Partner

Wir danken ganz herzlich für die Unterstützung bei der Umsetzung des Streuobsterlebniswegs

Streuobstinitiative Landkreis Karlsruhe

Erdgas Südwest GmbH

Das Ausstellungsprojekt wird gefördert nach der Naturpark-Förderrichtlinie des Landes Baden-Württemberg aus Mitteln der Glücksspirale und der europäischen Union


 

In ca. 200 m Entfernung vom Naturparkzentrum beginnt am Riesenbach

die Wasserwelt Zaberfeld, ein ca. 900 m langer Wassererlebnispfad. Am

Naturparkzentrum kann eine Wasser-Erlebnisbox (Trolley) mit

Arbeitsblättern und verschiedenen Utensilien wie Bestimmungshilfen,

Kescher, Becherlupen etc. entliehen werden. Leihgebühr 5.-€, Kaution

20.-€. Zeitbedarf mind. 2 h.

Natürlich können Sie den Wassererlebnispfad auch als kleinen Spaziergang am schönen Riesenbach genießen.

 

Ohne den guten Wein vom Derdinger Horn gäbe es den Ort Oberderdingen vielleicht gar nicht mehr. Im 30jährigen Krieg hatte der lothringische Obrist Haaß mit den kaiserlichen Truppen im Amthof Quartier bezogen. Die Derdinger Einwohner waren alle geflohen und hatten Speis und Trank mitgenommen. Darüber waren die Kaiserlichen so wütend, dass sie das Dorf abbrennen wollten. Der Pfarrer war im Ort geblieben und schenkte den Truppen seinen Deputatswein ein. Schließlich waren der Obrist und seine Mannschaft so betrunken, dass sie das „Brandschatzen“ vergaßen. Von der Beliebtheit der Trauben zeugt auch das „Wengertschützen“-Häusle am Derdinger Horn. Früher lebten hier die Wengertschützen jeden Herbst für einige Wochen, um die reifen Trauben zu bewachen. Vor allem mussten sie dann von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang mit Holzrätschen und Pistolen Krach machen, um die Stare aus den Weinbergen zu vertreiben. Aber keine Frage: auch auf die ungefiederten Zweibeiner mussten sie achten. Dem „Wengertschütz Willi“ wurde am Derdinger Horn gar eine eigene Figur gewidmet. Auf Infotafeln und an Mitmachstationen erklärt Willi den Besuchern allerlei Interessantes rund um den Weinbau, die Arbeiten in den Rebanlagen, die Rebpflanze und ihre verschiedenen Sorten sowie Tiere und Pflanzen, die im Weinberg leben. Vom ampelographischen (rebsortenkundlichen) Quiz über lyrische Kostproben rund um den Wein bis zum Kletterrahmen und zur Rutschbahn für Kinder kommen an diesem etwas anderen Weinlehrpfad Alt und Jung auf ihre Kosten. Wer weiß etwa, dass die Rebpflanze zu den Lianen zählt und bis zu 60 m tief wurzeln kann?

Für die große Anziehungskraft des Derdinger Horns auf Besucher sorgt insbesondere der herrliche Ausblick, den man von der Aussichtsplattform zu jeder Jahreszeit über den gesamten Kraichgau oder auch Richtung Osten ins Bernhardsweiher Tal genießt. Burg Steinsberg scheint zum Greifen nahe. Eine Grillanlage sowie ein Trimmpfad ergänzen den Erholungsschwerpunkt, der auch den Ausgangspunkt für viele Wanderungen und Radtouren bildet. Ein Termin zum Vormerken ist der dritte Septembersonntag, an dem jedes Jahr am Derdinger Horn eine Weinprobe stattfindet.

Für Einblicke in die bewegte Ortsgeschichte sorgen auch Infotafeln an der Erholungsanlage im Bernhardsweiher Tal, umgeben von Maulbeer- und Mandelbäumen. Die Großvillarser Waldenser, Glaubensflüchtlinge aus Frankreich unter der Herrschaft des Sonnenkönigs Ende des 17. Jahrhunderts, hatten an dieser Stelle Maulbeerbäume angepflanzt und eine Seidenraupenzucht betrieben. Leider war der Seidenraupenzucht aufgrund des Klimas und der Frostanfälligkeit der Maulbeerbäume kein dauerhafter Erfolg beschieden. Die Maulbeerbäume dienen als Nahrungsgrundlage für die Raupen des Seidenspinners, die sich ausschließlich von Maulbeerblättern ernähren.

Geologisch liegt das Derdinger Horn am Übergang vom rebenbewachsenen Gipskeuper zum harten Schilfsandstein, dem gelblich-braunen Baumaterial, aus dem viele typische Gebäude im Naturpark wie etwa der Oberderdinger Amthof errichtet sind. Ein sogenanntes geologisches Fenster macht den Übergang sichtbar.

 

 

Lernen Sie den heimischen Wald kennen! Der für Familien geeignete interaktive Waldpfad führt über 13 Stationen und 3 km Länge durch den facettenreichen Eppinger Wald.

Der Eppinger Waldfühlpfad entstand während der Baden-Württembergischen Heimattage im Jahr 2010. Start- und Zielpunkt ist der Jägersee zwischen Kleingartach und Eppingen.

Nähere Informationen :

Der Eppinger Waldfühlpfad als Flyer

 

 

 

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