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Bei Heuchelberg und Eppinger Hardt bildet die Schilfsandstein-Schicht den schwer verwitterbaren Deckel der Höhenzüge, die hier bis zu 330 Meter Höhe erreichen. Der Wein stockt hier auf den meist flacheren Hängen des Gipskeupers. Grundstock ist der Lettenkeuper. Ein sogenanntes geologisches Fenster, ein Schichtenaufschluss des oberen Gipskeupers mit Übergang zum Schilfsandstein, befindet sich unterhalb des Derdinger Horns, einem beliebten Wanderziel und Aussichtspunkt.

In den Strombergrücken werden Höhen bis über 470 Meter erreicht, weil noch zwei geologische Schichten draufgepackt sind. Verwitterungsdeckel ist der Stubensandstein. Sein Name rührt von der Verwendung des gemahlenen Produktes her, das als Reinigungssand für die Stuben, aber auch sonstiges Gerät im damaligen bäuerlichen Haushalt diente.

Unter dem Stubensandstein liegen die bunten Mergel, die ihren Namen von dem raschen Wechsel der farblich unterschiedlichen Schichten bekamen. Ein treffliches Anschauungsbild stellt das Geologische Fenster bei Hohenhaslach dar. An den häufig steileren Hängen dieser Schicht wachsen hervorragende Weine.

Der Keuper ist vor rund 200 Mio. Jahren in der letzten Epoche des Trias entstanden.

Flüsse, Meere und Wind lieferten seine Hauptbestandteile Gips, Sand und Ton. Die grauen und grünen Schichten bildeten sich in Flüssen und Meeren, während die roten Schichten auf Windverwehungen hinweisen. Der Gipskeuper gibt gute Weinberg- aber schwere Ackerböden. Über dem Gipskeuper beginnt die Periode des Schilfsandstein. Dieser ist in ruhigen Gewässern entstanden. Er ist ein feinkörniger Sandstein, seine Mächtigkeit kann bis zu 40m betragen.

Der Schilfsandstein ist wegen seiner warmen Farbe als Bau -und Ornamentstein auch heute noch sehr beliebt.

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