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Naturparke in Ba-Wü

"Nehmen Sie sich eine WaldZeit"



v.l.n.r. Thomas Kellner, Naturparkvorsitzender Andreas Felchle, Landesforstpräsident Max Reger, MdL Daniel Renkonen und BM Thomas Csaszar eröffnen die WaldZeit am Naturparkzentrum

Ein Abend mit der „Schönen Else“ – Eröffnung der WaldZeit im Naturparkzentrum Stromberg-Heuchelberg

 

Ein einzigartiges Sinneserlebnis bei Elsbeerleckereien und (Elsbeer-)Gitarrenklängen des Duos „Melancholicum euphoria“ bot am Freitagabend die Eröffnung der WaldZeit im Naturparkzentrum Stromberg-Heuchelberg. Den Startschuss zu den Aktionswochen, die im Rahmen des Internationalen Jahres der Wälder stattfinden, gab Landesforstpräsident Max Reger

mit einem fundierten Überblick über die weltweite Situation der Wälder und die kulturgeschichtliche Bedeutung des Rohstoffes Holz. Mit hohen Holzvorräten in naturnahen Wäldern nehme Baden-Württemberg auch als Waldland eine Spitzenposition ein, dies schlage sich auch in der Bedeutung der Forst- und Holzwirtschaft auf dem Arbeitmarkt nieder, gerade im ländlichen Raum. Die Clusterstudie Forst und Holz habe gezeigt, dass man sich diesbezüglich etwa hinter Automobil- und Chemieindustrie nicht verstecken müsse. Reger zeigte sich beeindruckt von der Lage und Schönheit des Naturparks und seines Infozentrums und gratulierte den Naturparkverantwortlichen zu dem vielfältigen und attraktiven Aktionsprogramm. Während der WaldZeit würde sich den Naturparkbesuchern nun eine besondere Gelegenheit bieten, den Wald aus unterschiedlichen Blickwinkeln und mit allen Sinnen zu erleben. Die Elsbeere sei dabei ein optimaler Botschafter für die WaldZeit, da sie für die Vielfalt in unseren Wäldern stehe.

 

„Wir wollen die Besucher für die „Schöne Else“ mit ihrer traumhaften Herbstfärbung und ihrem wunderbaren Holz und für die Wälder, in denen sie vorkommt, begeistern“, betonte  Naturparkvorsitzender Andreas Felchle. Felchle nannte die Wälder das "Rückgrat der Naturparklandschaft", sei es als Erholungsraum oder als Lebensraum für seltene und scheue Tiere wie die Wildkatze. Wer sich von der Begeisterung für die Elsbeere anstecken lassen möchte, hat in den nächsten fünf Wochen im Naturparkzentrum die Gelegenheit, die faszinierende Baumart in einem Kurzfilm und auf großformatigen Bildern kennenzulernen, die seidige Oberfläche der ausgestellten Elsbeermöbel zu fühlen oder bei einem Spaziergang durch den angrenzenden Mannwald den Elfenbaum in Natur zu erleben. Das Naturparkmotto „Wein. Wald. Wohlfühlen.“ wurde an diesem Abend durch die „Schöne Else“ ergänzt. Felchle wünschte sich, dass die Elsbeere im Naturpark noch mehr Verbreitung findet, etwa bei Pflanzungen der Gemeinden.

 

Spätestens bei den Vorträgen der regionalen Elsbeerkenner Martin Grüner und Thomas Kellner sprang der „Elsbeerfunke“ restlos auf die Gäste über, die überraschende und neue Facetten der in Vergessenheit geratenen Baumart kennenlernten. Naturparkmitarbeiterin Tatjana Mohr hatte kulinarische Köstlichkeiten vom Elsbeersirup bis hin zu Elsbeertiramisu gezaubert, bei denen man sich den Baum des Jahres 2011 auf der Zunge zergehen lassen konnte. Am Ende der 4-stündigen Veranstaltung waren sich die Besucher einig, eine bunte und informative WaldZeit erlebt zu haben.